Die Bonde - Nostalgische Trambahn in Santa Teresa
Die Bonde, die historische Straßenbahn von Santa Teresa ist zum Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Die Anfänge der Trambahn reichen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück, wo zunächst eine von Pferden gezogene Trabahn den Hügel erklomm. Der Anfangspunkt der Bonde liegt am Largo do Carioca, direkt neben dem Gebäude der Petrobras. Dort können Sie für nostalgischen 60 Centavos ein Ticket kaufen und in die offenen, beinahe 100 Jahre alten Wagen steigen. Die Bonde steigt über die Arcos da Lapa, einem historischen Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert, in luftiger Höhe den Hügel von Santa Teresa empor. Vor allem von den Arcos aus haben Sie einen fantastischen Blick über das Stadtzentrum.

Manche Cariocas lieben es, sich außen an die Tram zu hängen, sozusagen als Trittbrettfahrer, bei den Arcos in luftiger Höhe nuir etwas für Mutige (ich habe es aber auch schon gemacht). Mit der Bonde erreichen Sie den Largo dos Guimarães, Zentrum von Santa Teresa, wo auch das Kino "CineSanta" ist. Von dort verzweigt sich die Linie: eine Strecke führt bis zum Largo das Neves, einem beliebten Ausgehziel in Santa Teresa, der andere Zweig führt weiter nach oben, die Rua Almirante Alexandrino entlang bis hin fast zum Corcovado. Vom Largo dos Guimarães aus sind Sie in 5 min zu Fuß in der Casa Aurea, mit der Linie zum Largo das Neves können Sie auch eine Station weiterfahren, bis zur "Esquina de Santa" und von dort die Rua Aurea hinaufgehen (2 min.)

 

Zur Geschichte der Bonde Santa Teresa 

Die Straßenbahnen in Santa Teresa sind die noch einzig verkehrenden in Rio de Janeiro. Die erste Bahn fuhr ab 1859 in Rio, damals noch gezogen von Eseln, aber schon im Jahre 1862 erhielten die Bahnen dampfbetriebene Zugmaschinen.

1896 wurden die Bahnen nach Santa Teresa elektrifiziert. Ab 1950 begann der schrittweise Abbau des Straßenbahnbetriebs in Rio. Bis zum Jahr 1968 waren dann alle Strecken still gelegt bis auf die zwei Linien nach Santa Teresa: eine zum Largo das Neves, die andere bis Dois Irmãos.